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Aktuelle Pressemitteilungen

Durchbruch bei der Therapie Seltener Erkrankungen in Sicht? In Kürze beginnt in den USA klinische Untersuchung mit Losartan

Eutin 10.02.07  In wenigen Wochen startet in den USA eine groß angelegte Studie die für Menschen mit Seltenen Erkrankungen den Durchbruch in der  medikamentösen Therapie bedeuten könnte.  Professor Harry Dietz von der Johns Hopkins Universität in Baltimore konnte im vergangenem Jahr an einem Mausmodell eindrucksvoll zeigen, dass das bereits erhältliche Medikament Losartan bei Mäusen eine Aortenerweiterung (Aneurysma) verhindern kann und schlug es deshalb zur Behandlung von Patienten mit Marfan-Syndrom vor, deren bedrohlichstes Risiko eben ein solches Aortenaneurysma ist. „Was bei Mäusen funktioniert, muss nicht automatisch auch für Menschen zutreffen“, sagt Marina Vogler, Geschäftsstellenleiterin der Marfan Hilfe (Deutschland) e.V. und begrüßt daher, dass in wenigen Wochen die klinischen Studien beginnen sollen, die mögliche positive Effekte für Marfan-Kranke und Patienten mit Muskeldystrophie Duchenne untersuchen  werden . Am Marfan-Syndrom erkrankte hoffen auf ein risikoärmeres und längeres Leben, denn die größte Gefahr für ihr Leben geht von einer reißenden oder platzenden Hauptschlagader aus. Weitere mögliche Symptome dieser Erkrankung sind unter anderem Linsenverschiebungen, Netzhautablösungen und starke Wirbelsäulenverbiegungen. Bundesweit sind über 8.000 Menschen vom Marfan-Syndrom betroffen, bleiben aber häufig unerkannt - und damit unzureichend behandelt. 
Die Marfan Hilfe (Deutschland) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Patienten und deren Angehörige einsetzt, indem er Informationen beschafft, Mediziner anspricht und Kontakte zwischen Kliniken anregt, um die Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Weitere Informationen unter www.marfan.de oder Tel. 0700 – 22 33 4000.

241 Wörter, 1.596 Zeichen (1.840 mit Leerzeichen)

Links zu Hintergrundinformationen:
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=27388
http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/abs/nm1536.html
http://www.hopkinsmedicine.org/Press_releases/2007/01_21_07.html

Kontakt: Marina Vogler
Marfan Hilfe (Deutschland) e.V., Postfach 0145, 23691 Eutin
Tel.: 04521-8305035, Fax: 0700-22 33 4001, E-Mail: presse@marfan.de
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